Warum essen wir zu Ostern Lamm?

An Ostern wird in Deutschland traditionell Lamm gegessen. Aber warum?

Diese Tradition ist gleichermaßen auf heidnische und christliche Bräuche zurückzuführen, und hat sich im Laufe der Jahrhunderte auch fest in die Kultur der Ungläubigen verankert. Lesen Sie hier, wie es dazu kam.

Die Ursprünge in der heidnischen Tradition.

“In vorchristlicher Zeit opferten Menschen während des erste Vollmondes nach Frühlingsanfang – unserer heutigen Osterzeit – ihren Göttern Lämmer.” Opfer sollen dazu dienen, Einfluss auf außer- oder übermenschliche Wesen zu nehmen und Ereignisse auf der Erde positiv für die Opfergemeinschaft zu beeinflussen. Schafe waren eines der ersten Tiere, die der Mensch für sich nutzbar machte, denn sie waren und sind einfach zu halten und von großem Wert. Außer frischem Gras benötigen Sie nur Wasser zum Überleben.  Sie waren für die Menschen somit früh von großem Nutzen und durch die einfache und günstige Haltung auch bei der armen Landbevölkerung weit verbreitet,  gaben Sie Ihnen doch Milch, Käse, Fleisch und Wolle.  Es lag also nahe, diese für sie so wertvollen, und weit verbreiteten Tiere  Ihren Göttern zu opfern, und damit auf für Sie noch wertvollere Ereignisse zu hoffen. Oft wurden diese Opfergaben von der Opfergemeinschaft im Anschluss an die Zeremonie als Opfermahl auch verspeist.

Die Übernahme in die christliche Tradition.

Die Christen übernahmen diese Tradition und essen zu Ostern Lamm, auch wenn nicht im Anschluss an eine Opfergabe, sondern zur Erinnerung an Jesu – das Lamm Gottes. Ostern markiert für die Christen im Kalender das Ende der Fastenzeit (Passionszeit), ein mehrwöchiger Zeitraum (40 Tage), der die Vorbereitung auf das Hochfest Ostern umfasst. Das Fasten, der Verzicht auf mehrere Genuss- und Lebensmittel dient dabei im religiösem Zusammenhang  der Reinigung der Seele, der Buße im Christentum, der Abwehr des Bösen, dem Streben nach Konzentration, der Erleuchtung oder der Erlösung. Und auch Ungläubige übernahmen diese Tradition, um Ihren Körper zu reinigen und wie auch die Tradition, Lamm an Ostern zu essen. Aber warum Lamm?

Das ökumenische Heiligenlexikon erklärt, warum Christen seit jeher Lamm an Ostern verspeisen: “Das Lamm – oder eine junge Ziege – ist Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter, es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter den Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt. ” (Zitat). Damit sollten sich die Gläubigen zum Fest der Auferstehung an die Leiden Jesu – das Lamm Gottes – erinnern. “Jesus gilt als vollkommenes und endgültiges Opfer Gottes für die Sünde des Menschen.” (Zitat)

“Das Osterlamm steht somit im christlichen Glauben für Reinheit und Unschuld und erinnert unter anderem an den Tod Jesu Christi, der als Lamm Gottes ohne Schuld für die Menschen am Kreuz gestorben ist. Außerdem steht das Jungtier für neues Leben und ist damit gleichzeitig ein Symbol für die Wiederauferstehung Christi, der an Ostern gedacht wird. Schließlich handelte es sich im frühen Christentum auch um ein Opfertier, dass man zur Messe an Ostern weihen ließ, um es anschließend als erste Mahlzeit nach der langen Fastenzeit zu verspeisen.” (Zitat) So erklärt sich, warum die Tradition an Ostern Lamm zu essen, so sehr in unserer Kultur verankert ist.

Lammfleisch ist sehr bekömmlich.

Ein zufälliger Vorteil für die Liebhaber von Lammfleisch entsteht zu Ostern ganz nebenbei. Die Lämmer haben zu diesem Zeitpunkt ihre Ernährung von Muttermilch auf Gras als Nahrung umgestellt. Durch den Wechsel von Muttermilch auf Gras wird das Fleisch würzig und schmackhaft, auch die Farbe des Fleisches wird durch das Gras dunkler. Lamm ist sehr bekömmlich. Ein wichtiger Aspekt für den nach der Fastenzeit reizbaren Magen. “In Deutschland wird der Festtagsbraten zu Ostern gerne von der Lammkeule zubereitet. Für Familien, die im engen Kreise mit nur wenigen Personen speisen, ist eine große Keule aber häufig zu viel für ein Essen. Verzichten müssen Sie aber dennoch nicht. Schneiden Sie den verbleibenden Braten am nächsten Tag einfach dünn auf: So haben Sie zum Brunch am Ostermontag einen schmackhaften Aufschnitt.” (Zitat)

Alternativ können Sie aber auch einen Lammbraten zubereiten, der sehr gut für den kleinen Kreis geeignet ist.

Eine tolle Anleitung zur Zubereitung einer Lammkeule finden Sie hier:

Wir wünschen viel Freude mit dem Lamm- und Ziegenfleisch von www.wildfleisch-online-bestellen.de und wünschen Ihnen schöne Ostern.
Das Foto stammt von der Seite: http://www.schulbilder.org/bild-ostern-jesus-mit-dem-lamm-i25550.html

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